Im Gespräch – Fragen an Mitarbeiter James Tyrrell

Wir erzählen Ihnen stets gerne von unseren Produkten – doch wir möchten Ihnen auch die außergewöhnlichen Mitarbeiter vorstellen, die an der Entwicklung, dem Verkauf und der Beratung für diese Produkte beteiligt sind. Unsere neusten Fragen an Mitarbeiter gehen an den Anwendungsingenieur James Tyrrell, einen Spezialisten für digitale Aufzeichnungstechnik.

Bitte erzählen Sie uns ein wenig über Ihren Hintergrund und Ihre momentane Arbeit bei Brigade Electronics.

Ursprünglich absolvierte ich eine Ausbildung als Elektriker, doch die Informationstechnik faszinierte mich schon immer. Deshalb orientierte ich mich in meiner beruflichen Laufbahn immer stärker in Richtung IT und Aufzeichnungstechnik. In meiner letzten Stelle war ich Technikleiter in einer Firma für Videoüberwachungstechnik; jetzt bin ich als Anwendungsingenieur bei Brigade auf mobile Digitalrekorder (MDR) spezialisiert.

Was genau sind MDR?

MDR zeichnen die Bilder von auf dem Fahrzeug montierten Kameras auf und liefern Beweise im Fall von betrügerischen Schadenersatzforderungen, provozierten Unfällen oder Vandalismus. Das neueste MDR-Sortiment von Brigade für Lkw und andere Nutzfahrzeuge verfügt über eine integrierte GPS-Nachverfolgung mit Wi-Fi- und 4G-Anschluss, sodass die Daten des Rekorders über eine Fernverbindung abgerufen werden können. Hier liegt mein Verantwortungsbereich: Ich diene als Vermittler zwischen unseren Teams für Produktentwicklung bzw. Verkauf und unseren Kunden. Ich stehe mit sämtlichen Parteien in Kontakt, damit unsere Kunden ihre MDR-Systeme optimal nutzen können.

Wie sieht Ihre typische Arbeitswoche aus?

Das ist schwer zu beschreiben, denn meine Aufgaben sind so vielfältig. Ich unterstütze unsere weltweiten Niederlassungen und Tochterfirmen bei allen technischen Fragen und laufenden Projekten. Ebenso bin ich für den Erhalt und Betrieb des MDR-Kundendienstes in Großbritannien verantwortlich, der Kunden mit 3G- oder 4G-MDR eine integrierte Anlaufstelle bietet. Mit dem Service und den SIM-Karten von Brigade können die Kunden Videoaufzeichnungen live abspielen oder bereits auf der Festplatte des MDR gespeicherte Aufzeichnungen abrufen, während ihre Fahrzeuge unterwegs sind. Das ist ein bisschen wie beim Kauf eines neuen Handys: Die Kunden unterschreiben einen monatlichen Datenvertrag, und Brigade kümmert sich um den Rest. Ein weiterer wichtiger Aspekt meiner Arbeit ist die Unterstützung der Kunden vor und nach der Installation bei technischen Fragen und Fehlerbehebung.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit am besten?

Es wird einem nie langweilig! Mir gefällt es, sowohl mit den Mitarbeitern als auch mit den Kunden von Brigade in Kontakt zu stehen; auf diese Weise habe ich einen guten Überblick über die gesamte Firma und ihre Produkte von der Entwicklungsphase bis hin zum Endanwender. Meine Kollegen sind einfach großartig: Brigade ist zwar ein globales Unternehmen, doch man fühlt sich wie in einem Familienbetrieb, und jeder widmet sich unserer Arbeit mit der gleichen Leidenschaft.

Welchen Nutzen bietet die MDR-Technik für die Automobilindustrie?

Ich halte es für realistisch, dass MDR für Fuhrparkleiter und Nutzfahrzeugfirmen zur zunehmend wichtigen Ausrüstung werden. Die Straßen werden immer voller und der Stadtverkehr immer unübersichtlicher – da sind Aufzeichnungen von Fahrzeugkameras von unschätzbarem Wert. Bei Unfällen oder mutwilliger Beschädigung liefern MDR Beweise in Form von Aufzeichnungen, sodass die Firmen Schadenersatzansprüche schnell zurückweisen können, wenn ihr Fahrer unschuldig ist.

Jetzt stehen diese Daten mit GPS-Nachverfolgung und Wi-Fi- oder 4G-Verbindung auch per Fernabfrage in Echtzeit zur Verfügung – also zum Beispiel in der Lieferzentrale eines Supermarkts.

Wie sorgen MDR für mehr Sicherheit im Straßenverkehr, und warum ist Ihnen das wichtig?

Wenn auf einem Fahrzeug Kameras zu sehen sind und diese Bilder eventuell auf einem MDR aufgezeichnet werden, kann dies für rücksichtslose Fahrer oder Betrüger, die Unfälle provozieren wollen, abschreckend wirken. Umgekehrt sind die Fahrer von Fahrzeugen mit Kameras und MDR meist besonders vorsichtig.

Der Verkehrssicherheit kommt dies zweifellos zugute. Ich fahre selbst Auto, aber auch sehr gerne Fahrrad; deshalb sehe ich die Gefahren aus der Perspektive sämtlicher Verkehrsteilnehmer. In meiner Wohngegend im Osten Londons kamen auf viel befahrenen Kreisverkehren schon mehrere Radfahrer ums Leben. Je stärker wir also sicheres und umsichtiges Fahren fördern können, desto besser.

Wie sieht der Verkehr der Zukunft aus?

Bis zu den fahrerlosen Autos werden noch einige Jahre vergehen, aber wir werden sie sicherlich noch zu sehen bekommen. Bei fahrerlosen Lkw bin ich mir hingegen nicht so sicher. Natürlich kann man auch Nutzfahrzeuge automatisieren – ähnlich wie beim Autopilot in Flugzeugen. Doch diese Fahrzeuge sind so groß und potenziell gefährlich, dass im Notfall ein Mensch im Fahrerhaus das Steuer übernehmen muss. Ebenso kann man sich schwer vorstellen, dass fahrerlose Lkw intelligent genug sind, um zum Beispiel in einem Wohngebiet die Parkvorschriften zu erkennen.

Ich denke, wir werden es bestimmt erleben, dass die Sicherheitsprodukte von Brigade – mit denen heute oft nachgerüstet wird – als Standardspezifikation schon zu einem viel früheren Zeitpunkt in die Fahrzeugproduktion integriert werden. Es ist sehr aufregend, in einer Branche mit so raschen Veränderungen zu arbeiten; ich bin sicher, dass Brigade auch künftig für Innovation sorgen und eine Führungsrolle spielen wird.

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