Welche Regeln gelten auf der Straße? Fahrzeuge in Großbritannien, der EU und außerhalb der EU

In ganz Großbritannien und überall auf der Welt dienen die vorhandenen Straßeninfrastrukturen als Arterien zur Lieferung der Produkte und Güter, die zum Erhalt einer funktionierenden und gesunden Gesellschaft benötigt werden.

Tag für Tag treffen in den Ländern über Häfen, Schienenwege und Straßen tausende Tonnen von Straßenfracht ein. Diese internationalen Abläufe erstrecken sich auf gesamte Kontinente und umfassen Fahrzeuge und Fahrer sämtlicher Nationalitäten. Alleine im letzten Jahr wurden mehr als 45 Millionen Tonnen Fracht nach und von Großbritannien befördert; im Inland lag diese Zahl bei mehr als 1,4 Milliarden Tonnen.

Zum Erhalt der Sicherheit dieser Fahrzeuge und ihrer Fahrer gibt es zahlreiche Aufsichtsbehörden und gemeinnützige Vereine, die die Einhaltung der Vorschriften überwachen. Deshalb ist es wichtig, dass sowohl die Fahrer als auch die Fuhrparkleiter die Regeln kennen, die für die Arbeit in ihren Regionen gelten.

Großbritannien verfügt mit nur 27,5 Todesfällen pro Millionen Einwohner über eine der besten Verkehrssicherheitsstatistiken Europas (laut Europäischem Verkehrssicherheitsrat). Doch schon im nächsten kontinentaleuropäischen Nachbarland Frankreich – durch das ein Großteil der britischen Straßenfracht läuft – liegt dieser Anteil bei beinahe 50 Todesfällen pro Millionen Einwohner. Und in Polen, einem anderen EU-Mitgliedsstaat und das wichtigste Ursprungsland von Straßenfracht in Großbritannien, erreicht dieser Anteil fast 74,5 Todesfälle pro Millionen Einwohner.

Inlandsregeln für Großbritannien

In Großbritannien gelten für alle Fahrzeuge, die Straßenfracht befördern, die Vorschriften von Großbritannien und der EU. In Großbritannien angemeldete Fahrer benötigen einen Befähigungsnachweis (Certificate of Professional Competence bzw. CPC) und müssen sich an die Lenkzeiten- und Fahrtenschreiberbestimmungen der EG (Verordnung 561/2006) halten, in denen die zulässigen Fahrt- und Pausenzeiten festgelegt werden.

Ebenso muss bei Lkw in Großbritannien regelmäßig unter anderem der Zustand der Außenspiegel, Scheiben und Bremsleitungen sowie die Sicherheit der Ladung überprüft werden.

Darüber hinaus müssen ab Oktober 2020 alle Fahrzeuge, die nach oder durch London fahren, die Vorschriften des neuen Direct Vision Standard (DVS) einhalten. Dieses neue Gesetz ist in Großbritannien das erste seiner Art und gilt für alle in- und ausländischen Fahrzeuge mit mehr als 12 Tonnen Gewicht.

Nach dem DVS-System erhalten die Fahrzeuge eine Einstufung von 0 bis 5 Sternen, mit der die Sicht des Fahrers vom Führerhaus aus bewertet wird. Zur Einhaltung dieser Vorschrift müssen die Lkw mit Spiegeln der Klasse V oder VI ausgestattet sein und benötigen ein funktionierendes Kamera-Monitor-System wie Backeye®360 sowie ein Sensorsystem wie das Sidescan-Sensorsystem SS-4100W von Brigade, das den Fahrer vor Gefahren warnt.

EU-Vorschriften

Die Vorschriften der EU und die Inlandsregeln für Großbritannien stimmen größtenteils überein. Allerdings gelten die EU-Vorschriften zwar für Fahrzeuge und Fahrer in Großbritannien, die britischen Vorschriften aber nicht für die EU, den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder die Schweiz.

Grob gesagt gibt es bei der Einhaltung dieser Vorschriften Schwankungen zwischen EU15-Mitgliedern wie Irland und Deutschland, wo die Straßenverkehrssicherheit besser ausfällt, und EU27-Ländern wie Polen und der Tschechischen Republik, bei denen es im Vergleich zum von der Europäischen Union angestrebten Niveau an Straßenverkehrssicherheit weiterhin Nachholbedarf gibt.

AETR-Vorschriften

Für Länder außerhalb der EU, wie zum Beispiel Russland, Türkei und Norwegen, gelten die Vorschriften der AETR – die aber inzwischen denen der EU entsprechen.

Unabhängig vom Land, in dem Ihre Lkw unterwegs sind, leistet die Technik von Brigade einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit sämtlicher Straßenverkehrsteilnehmer. Setzen Sie sich mit uns in Verbindung  und finden Sie heraus, wie wir Ihnen mit unserem Produktsortiment dabei helfen können, Unfälle zu vermeiden und Menschenleben zu retten.

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