Die französische Bus- und Reisebusindustrie expandiert weiter. Laut Daten des Comité des Constructeurs Français d'Automobiles (CCFA) verzeichnete der französische Markt für Busse und Reisebusse im Jahr 2023 ein Wachstum von 4,9 %, wobei die Zulassungen auf 5.696 stiegen. Daten von Statista berichten von einem prognostizierten Marktvolumen von 651.000 Fahrzeugen bis 2030, wobei es nach der Einführung staatlicher Anreize und der Zunahme von Umweltbedenken zu einer zunehmenden Verlagerung hin zu Elektro- und Hybridmodellen kommt.
Frankreich hat den größten Markt für Busse und Reisebusse in der EU, ist jedoch nicht immun gegen die Schwierigkeiten, mit denen die Branche weltweit zu kämpfen hat. In diesem Artikel wirft Philippe Bessy, technischer Leiter für Busse und Reisebusse bei Brigade Electronics France, einen Blick auf die Herausforderungen und diskutiert, wie man sie bewältigen kann.
In naher Zukunft wird der Sektor mit drei Hauptproblemen konfrontiert sein:

Fahrermangel
Betriebskosten

Einhaltung von Vorschriften
Fahrermangel
Es gibt einen Wettbewerb um gute Fahrer aus anderen Bereichen, wie z. B. dem gewerblichen Güterverkehr. Darüber hinaus erschweren niedrige Löhne und stressige Arbeitsbedingungen es den Unternehmen, ihre offenen Stellen zu besetzen. Der Fahrermangel ist derzeit das größte Problem der Branche.
Betriebskosten
Einhaltung von Vorschriften
Autonome Fahrzeuge – die Zukunft von Bussen und Reisebussen
Eine bedeutende Veränderung in der Branche ist der potenzielle Umstieg auf autonome Fahrzeuge, der durch den Fahrermangel nur beschleunigt werden kann.
Die Zunahme von Sicherheitstechnologien könnte dazu führen, dass in Zukunft keine Busfahrer mehr benötigt werden, was den Markt grundlegend verändern wird. In Schottland gibt es bereits Pilotprojekte für fahrerlose Busse, und auch in Frankreich wird es wahrscheinlich schon bald solche Initiativen geben. Parallel dazu wird die Nachfrage nach Sicherheitsprodukten steigen. Die allgemeinen Produktanforderungen, d. h. was wir von jedem einzelnen Produkt erwarten, werden sich zwangsläufig immer mehr von aktuellen Standards unterscheiden. Das ist ein faszinierender Fortschritt, und bei Brigade sind wir mit unserer Forschung und Entwicklung immer einen Schritt voraus, um sicherzustellen, dass wir bereit sind, wenn es soweit ist.
Die Auswirkungen der GSR-Verordnung
Die Allgemeine Sicherheitsverordnung der EU für Fahrzeuge trat erstmals im Jahr 2022 in Kraft, und bis Juli 2024 mussten weitere Schritte umgesetzt werden. Dies war ein entscheidender Schritt zur Verbesserung der Verkehrssicherheit im gesamten EU-Raum und hatte große Auswirkungen auf die Busbranche, nicht zuletzt aufgrund der zusätzlichen Kosten für die Einhaltung der Vorschriften. Es wurden eine Reihe von obligatorischen fortschrittlichen Fahrsicherheitssystemen eingeführt, die für Busse und Reisebusse Folgendes umfassten:
Philippe legt großen Wert darauf, dass die Fahrer voll und ganz hinter der Notwendigkeit von Überwachungsgeräten stehen und verstehen, dass der Schwerpunkt auf der Sicherheit von Fahrgästen und Fahrern liegt und nicht darauf, dass das Unternehmen versucht, ihr Fahrverhalten auszuspionieren.
Traditionell gab es immer einen gewissen Widerstand gegen diese Idee, daher ist es wichtig, dass Transportunternehmen sich die Zeit nehmen, ihren Fahrern die Gründe und Vorteile der GSR-Vorschriften zu erklären, um Akzeptanz zu schaffen.




